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Don Camillo und Peppone, das inzwischen etwas in die Jahre gekommene berühmte Freund-Feind-Paar des italienischen Erfolgs-Humoristen Giovannino Guareschi, hat Schwierigkeiten mit der modernen neuen Zeit.
Rock ‘n Roll, Militärdienst-Verweigerer und Langhaarige bringen das sonst so beschauliche Leben im ländlichen Italien durcheinander und keiner mag mehr so recht an die alten Werte glauben. So hat sich neben Peppones biederer kommunistischer Partei eine „maoistische Rote Garde“ breitgemacht – Chinesen, die dem Bürgermeister böse zusetzen.

Dem sonst so pfiffigen Don Camillo vermiesen nicht nur „langmähnige Rocker und Gammler“ mit ihrer „gotteslästerlichen Ungezwungenheit“ den Tag. Nein, auch noch ein progressiver Hilfspfarrer wurde ihm zugewiesen.

Und schlimmer noch – seine ihm anvertraute Nichte, die bereit ist, in ihrem Minirock für die Dorfjugend auf die Barrikaden zu steigen, verdreht mit ihrer roten Mähne allen ehrbaren Männern den Kopf.

RegieDa heißt es, Nerven bewahren. Wie gut, dass der himmlische Herr gegenüber den Weltverbesserern Nachsicht walten lässt und seinen Hirten mit den Worten erinnert: „Don Camillo, beruhige Dich, auch ich war ein Revolutionär.“

Mit „Don Camillo und das rothaarige Mädchen“, will „Kultur aus Passion“ dieses Italien der 60er Jahre wieder aufleben lassen – auf der Freilichtbühne in Sömmersdorf – mit mitreissenden  Klängen, von einem Rock ‘n Roll Ensemble gespielt – in einer Geschichte voller feinsinnigem Humor und tiefer Menschlichkeit.

                                                                                                                                                        Regie: Marion Beyer und Hermann J. Vief